Super Resolution Mikroskopie

Professor Christoph Cremer vom Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg und dem Insitut für Molekulare Biologie IMB in Mainz schreibt seit vier Jahrzehnten die Entwicklungsgeschichte der hochauflösenden Nanoskopie fort und ermöglicht damit bahnbrechende Fortschritte in Medizin und Forschung.

In nationalen und internationalen Kollaborationen wird Forschern die Nutzung des Cremerschen SRM ermöglicht, so zur Erforschung der Blut-Hirn-Schranke, in der Kardiologie und Stammzellenforschung.

Anwendung findet sie auch in der Immunologie, Pharmakologie, Epigenetik sowie bei der altersbedingte Alzheimerkrankheit, der Makuladegneration und der neurobiologische Krebsforschung.

Aufgrund der einzelmolekularen Auflösung gibt es nun endlich die Möglichkeit, einzelne Viren, auch in hoher Dichte, lichtmikroskopisch sichtbar zu machen.



Einsatz in den Bereichen: Umwelt, Lebensmittel, Landwirtschaft

Auch im Bereichen Qualitätsmanagement in der Lebensmittelindustrie und Umweltsicherheit kann die Mikroskopie aufgrund der molekularen Auflösung eingesetzt werden.

So können in landwirtschaftlichen Produkten Rückstände von Gefahrenstoffen und Antibiotika und in industriell gefertigten Lebensmitteln Spuren von Allergenen nachgewiesen werden.

Einen wichtigen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit kann die Super Resolution Mikroskopie auch im Bereich Qualitätsmanagement im Aquakultursektor leisten (jährliche Wachstumsrate von 8 %) durch eine zusätzliche Qualitätskontrolle der leicht verderblichen Fischprodukte und der Wasserqualität.

 

Für eine antibiotikafreie und artgerechte Hühnerhaltung

Zitat: „Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH in Karlsruhe bietet als Agentur für Erfindungs- und Patentmanagement zwei Technologien an, die es Geflügelzüchtern ermöglichen, dem Antibiotika-Problem zu begegnen: eine spezielle Anlage zur Parasitenkontrolle bei Geflügelzuchten
und eine Super Resolution Mikroskopie für das Qualitätsmanagement.

„Beide Erfindungen haben das Potenzial, die Geflügelindustrie für die aktuellen Anforderungen des
Gesetzgebers und der Verbraucher fit zu machen. Sie helfen, eine antibiotikafreie und zugleich artgerechte Hühnerhaltung zu realisieren und bieten eine Qualitätssicherung, die den Nachweis von Krankheitskeimen und verdeckter Antibiotikabehandlung zum Ziel hat“, so die Innovationsmanagerin Dr. Andrea Nestl, die für die Patentierung und Kommerzialisierung der Erfindungen verantwortlich ist. Als Mitglied des Südtiroler Bauernbundes http://www.sbb.it/de/information/index.asp sieht Dr. Nestl vor allem die Vorteile für die Geflügelzüchter, die von der kostengünstigen Nachrüstung in den Betrieben und den besseren Absatzmöglichkeiten der Geflügelprodukte durch gesteigerte Kundenakzeptanz profitieren.“

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news458653